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Information über Slowenien
Schengen-Beitritt erst 2007 Wer ohne Dokumente von oder nach Slowenien reisen will, unterliegt einem Missverständnis. Ein Europa, in dem man durchfahren kann, ohne einen Pass oder Personalausweis vorzuweisen, bleibt vorerst ein Traum. Der Schengen-Raum, in dem laut Abkommen von 1995 die Kontrollen abgeschafft wurden, soll vorerst nicht erweitert werden. Die neuen Mitgliedsstaaten sollen frühestens 2007 dem Schengen-Pakt beitreten können. Erste gröbere Schwierigkeiten erwarten Experten zu Pfingsten, wenn viele in den Kurzurlaub fahren. Ob die EU-Erweiterung mit der Zeit eine raschere Abwicklung an den Grenzen der neuen Mitgliedsstaaten nach sich ziehen wird, gilt es übrigens noch abzuwarten... Bitte denken Sie daran, ein gültiger Pass oder Personalausweis ist nach wie vor notwendig für die Einreise!!!
Republik Slowenien: parlamentarische Demokratie Fläche: 20 273 km2 Einwohner: 1 986 989 BSP pro Einwohner : 9,864 USD (1998), 10.078 USD (1999) Währung: Slowenischer Tolar/SIT – 238,00 SIT = 1 EUR (Mai 2004) Hauptstadt: Ljubljana (330.000 Einwohner)
Slowenien wurde im Jahre 1991 unabhängig und ist daher einer der jüngsten europäischen Staaten. Slowenien wurde das 176. Mitglied der Vereinten Nationen und ist Vollmitglied des Mitteleuropäischen Freihandelsabkommens (CEFTA), arbeitet im NATO-Programm Partnerschaft für den Frieden mit, ist Gründungsmitglied der Welthandelsorganisation und assoziiertes Mitglied der Europäischen Union. Ende 1999 endete das zweijährige Mandat Sloweniens als nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.
Geographische Lage Slowenien liegt zwischen den Alpen und der Adria und grenzt an Italien, Österreich, Ungarn und Kroatien. Die Hälfte der Staatsfläche ist mit Wald bedeckt – mehr Wälder gibt es in Europa nur in Finnland und in Schweden. Den Nordwesten des Landes prägen die Alpen mit dem höchsten Berg Sloweniens, dem Triglav (2864 m). Auf dem Weg von Zentraleuropa an die Adriaküste verbirgt die unterirdische Welt des slowenischen Karstes die eindrucksvollsten unterirdischen Galerien Europas. Die von unterirdischen Wassern geschaffenen Karsthöhlen Postojnska jama und Škocjanske jame bergen die geheimnisvolle Schönheit unzähliger Tropfsteine (Stalaktiten und Stalagmiten) und stehen auf der von der UNESCO erstellten Liste des Natur- und Kulturerbes. Slowenien liegt am Knotenpunkt der Alpen, des Dinar-Gebirges und der Pannonischen Tiefebene, daher herrschen Alpen-, Mittelmeer- und Kontinentalklima.
Bevölkerung Slowenien ist nicht nur einer der jüngsten Staaten Europas, sondern auch einer der kleinsten. Zwei Millionen Einwohner entsprechen zum Beispiel einem Drittel der Bevölkerung Dänemarks. Die Amtssprache ist Slowenisch. Die überwiegende Mehrheit der Einwohner sind Slowenen (87,84% lt. Volkszählung 1991). Die italienische Volksgruppe in der Küstenregion und die ungarische Volksgruppe im Nordosten des Landes haben den Status autochthoner Minderheiten, deren Rechte mit der Verfassung geschützt sind. Andere Volksgruppen, die vorwiegend nach dem Zweiten Weltkrieg als Wirtschaftsimmigranten nach Slowenien kamen, sind Kroaten, Serben, Moslems, Jugoslawen, Mazedonier, Montenegriner und Albaner.
In Italien, Österreich und Ungarn leben Slowenen als autochthone Minderheiten. Außerhalb der Staatsgrenzen Sloweniens leben zwischen 250.000 und 400.000 Slowenen (je nachdem ob man auch die zweite und die weiteren Generationen berücksichtigt); die meisten von ihnen in Übersee und in den Ländern der Europäischen Union.
Die Mehrheit der Slowenen ist römisch-katholisch; in Slowenien aber gibt es auch rund dreißig andere Glaubensgemeinschaften, deren Aktivität offiziell registriert ist.
Politisches System Slowenien ist nach seiner Verfassung ein demokratischer Staat, der auf dem Prinzip der Gewaltentrennung in Gesetzgebung, Vollziehung und Gerichtsbarkeit beruht.
Das oberste Gesetzgebungsorgan ist die Staatsversammlung (Državni zbor – 90 Abgeordnete), die Gesetze verabschiedet. Der Staatsrat (Državni svet) mit 40 Mitgliedern hat beratende Funktion. Der Präsident der Republik wird in direkten Wahlen für höchstens zwei Funktionsperioden in der Dauer von je fünf Jahren gewählt und ist auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte.
Die Regierung ist das Exekutivorgan und der Staatsversammlung gegenüber verantwortlich.
Den Richtern obliegt die Gerichtsbarkeit, sie werden auf Lebenszeit ernannt. Es gibt zwei Arten von Gerichten, Bezirks- und Kreisgerichte; höhere Gerichte sind Berufungsgerichte, der oberste Gerichtshof ist das höchste Gericht im Gerichtssystem.
Der erste slowenische Hüter der Menschenrechte (Ombudsmann) wurde 1994 gewählt, er erstattet der Staatsversammlung regelmäßig Bericht über seine Tätigkeit.
Geschichte Die slowenische politische Geschichte reicht zurück in das 6. Jahrhundert, als das erste freie Fürstentum der Altslowenen – Karantanien – gegründet wurde, das für seine demokratische Ordnung, das Rechtssystem, die Beteiligung des Volkes an der Wahl des Fürsten und für seine fortschrittliche gesetzliche Regelung der Frauenrechte bekannt war.
Vom dreizehnten Jahrhundert bis 1918 waren die Slowenen unter der Herrschaft der Habsburger, mit Ausnahme des kurzen Zeitraums von 1809 bis 1813, als Slowenien Teil der Illyrischen Provinzen des französischen Imperiums war und einen bestimmten Grad an Unabhängigkeit genoß.
Nach 1918 wurde Slowenien Teil Jugoslawiens und hatte in kulturellen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Belangen einen beträchtlichen Grad an Unabhängigkeit. Nach dem faschistischen Angriff auf Jugoslawien im Jahr 1941 riefen die in der Befreiungsfront vereinten politischen Kräfte Sloweniens alle Slowenen zum Kampf gegen den Okkupator auf. Der Kampf entwickelte sich zu einem allgemeinen Freiheitskampf, in dem auch die Grundlagen des slowenischen Staates gelegt wurden. Nach 1945 setzte sich im neuen Jugoslawien eine stark zentralistische Staatsordnung durch, in der es keinen Platz für die Verwirklichung der Bestrebungen nach slowenischer Staatlichkeit gab. Als die politische und wirtschaftliche Krise in Jugoslawien sich verschärfte, entschloß sich Slowenien zur Durchführung der ersten freien Wahlen, die im April 1990 abgehalten wurden. Bei der darauf folgenden Volksabstimmung stimmten die meisten Wähler für einen unabhängigen Staat. Slowenien erklärte am 25. Juni 1991 seine Unabhängigkeit und wurde im Mai 1992 Mitglied der Organisation der Vereinten Nationen.
Slowenien und die internationalen Organisationen und Vereinigungen Slowenien konnte sich als souveräner Staat erfolgreich etablieren. Es ist Mitglied zahlreicher internationaler politischer und wirtschaftlicher Organisationen.
Slowenien ist Mitglied der UNO, nichtständiges Mitglied des VN-Sicherheitsrates, Mitglied des Europarates, der OSZE, WTO und GATT; Slowenien hat das Mitteleuropäische Freihandelsabkommen (CEFTA) unterzeichnet, ist aktives Mitglied des NATO-Programmes Partnerschaft für den Frieden und assoziiertes Mitglied der Europäischen Union sowie Mitglied der wichtigsten internationalen Wirtschafts- und Finanzorganisationen.
Integration in die Europäische Union Die Zusammenarbeit zwischen Slowenien und der Europäischen Union entwickelte sich sehr rasch, nachdem die EU im Januar 1992 die Republik Slowenien als unabhängigen Staat anerkannt hatte. Nach der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU im Juni 1996 wurden mehrere Abkommen zur Verstärkung der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der EU unterzeichnet. Seit März 1998 verhandelt Slowenien um eine Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union. Die Verpflichtungen der slowenischen Regierung sind klar: Festigung des Status des neuen unabhängigen Staates, Entwicklung der Demokratie und der Marktwirtschaft. Hauptanliegen Sloweniens ist es, bis 2003 auf einen formellen EU-Beitritt vorbereitet zu sein. Dabei möchte es eine vollwertige Rolle im historischen Prozeß der EU-Erweiterung und bei der Wiedervereinigung Europas zu einem stabilen, friedlichen und erfolgreichen Kontinent spielen.
Slowenien und der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen Nach der Wahl zum nichtständigen Mitglied des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen im Oktober 1997 nahm Slowenien im Sicherheitsrat den Platz ein, der Mittel- und Osteuropa zusteht. Im August 1998 übernahm Slowenien erstmals für einen Monat den Vorsitz im Sicherheitsrat. Vor Ablauf des Mandats als nichtständiges Mitglied im Dezember 1999 hatte Slowenien im November 1999 ein zweites Mal den Vorsitz in diesem Gremium.
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Wirtschaft Slowenien als relativ kleiner Staat kann sich nur als offene, nach außen orientierte Wirtschaft erfolgreich entwickeln. Das bedeutet nicht nur eine stetig wachsende Bedeutung des Außenhandels mit Waren und Dienstleistungen am Bruttosozialprodukt, sondern auch eine umfassende Internationalisierung der slowenischen Wirtschaft.
Der Großteil des slowenischen Außenhandels wird mit Ländern der EU abgewickelt: vor allem Deutschland (Bayern), Italien (Friaul-Julisch Venetien), Österreich (Kärnten, Steiermark) und Frankreich (Automobilindustrie), Kroatien, den Vereinigten Staaten, der Russischen Föderation, dem Vereinigten Königreich, Ungarn und den Niederlanden.
Ziel der slowenischen Außenhandelspolitik und –strategie ist eine stärkere Positionierung auf dem EU-Markt, die Erschließung neuer Märkte in der EU, die Rückeroberung eines Teiles der ehemaligen jugoslawischen Märkte, eine wesentliche Verstärkung der Präsenz auf den US-Märkten sowie auf einigen Märkten der ehemaligen Sowjetunion und innerhalb der CEFTA und der Zugang zu anderen nichteuropäischen Märkten.
Gemessen am Bruttosozialprodukt pro Einwohner (Schätzung 1999: 10.832 USD) liegt Slowenien vor allen anderen EU-Beitrittswerbern und kann mit Griechenland und Portugal, die bereits EU-Mitglieder sind, verglichen werden.
Slowenien erzielte mit seinen zwei Millionen Einwohnern, davon 871 000 aktive Erwerbsbevölkerung, im Jahr 1998 ein BSP in der Höhe von 18,8 Milliarden Dollar, das sind 9864 USD pro Einwohner (1998).
Tourismus Slowenien ist leicht und schnell zu erreichen. Der Flug aus Frankfurt dauert eine Stunde, aus London zwei Stunden. Aus München ist man in sechs Stunden mit dem Auto in Slowenien, aus Wien fährt man vier Stunden, und Venedig ist mit dem Auto nur drei Fahrstunden von Ljubljana entfernt. Slowenien bietet seinen Gästen eine unberührte, wunderschöne Natur, Einblick in die traditionelle Lebensweise beim Urlaub auf dem Bauernhof, hervorragendes Essen in den Gasthäusern, komfortable Unterkünfte und noch vieles mehr. Die slowenischen Kurorte und Heilbäder wie Bled, Rogaška Slatina, Radenci, Čateške und Atomske toplice blicken auf eine lange Tradition zurück und bieten Kurleistungen und Hotels auf höchstem Niveau. Zahlreiche Waldwege und Pfade bieten unzählige Möglichkeiten für Bergtouren und Wanderungen in den Julischen Alpen, den Steiner Alpen und im Alpenvorland. Da sich der Schilauf in Slowenien einer langen Tradition erfreut (Weltcuprennen in Kranjska Gora und Maribor und Schiflüge in Planica) ist in den Schizentren im Winter immer sehr viel los. Für Jäger und Fischer ist Slowenien ein Paradies auf Erden (Hirsche, Bären, Steinböcke, Rotwild, Wildschweine, Forellen). Die slowenische Küste hat viel zu bieten, unter anderem auch das beliebte Urlaubsziel Portorož und die liebliche Fischerstadt Piran. Etwas weiter im Hinterland birgt Slowenien viele Schätze der Natur: den Karst mit seinen zahlreichen Höhlen (am bekanntesten sind wohl die Postojnska jama und die Škocjanske jame), Dolinen und unterirdischen Flüssen sowie die berühmten Lipizzaner in ihrem Heimatgestüt Lipica. Kulturerbe Vor mehr als tausend Jahren lebten die Vorfahren der heutigen Slowenen zusammen mit Franken, Bayern, den Einwohnern Venetiens und Friauls sowie in den späteren Jahrhunderten auch mit anderen mitteleuropäischen Völkern zusammen. Als Folge dieses Miteinanders wurden die Slowenen zu einem Bestandteil der europäischen christlichen Zivilisation. In den Jahren 1550 bis 1600 wurden die ersten Bücher in Slowenisch gedruckt, vorwiegend geistliche Werke (z. B. die Übersetzung der Bibel), aber auch eine slowenische Grammatik.
Die Geschichte des slowenischen Nationaltheaters reicht zurück in die Zeit, als Wien die Hauptstadt Sloweniens war. Heute kann sich die Hauptstadt Ljubljana zahlreicher Theater rühmen. Dabei darf man auch das Schauspielhaus, die Oper und das Slowenische Nationaltheater in Maribor und die professionellen Schauspielgruppen in Celje, Kranj und Nova Gorica nicht vergessen. Man kann unendlich viele interessante Galerien, Museen, Theater, Opern, Philharmonische Vereine, Jazz- und Rockkonzerte besuchen. Ein zentrales Kulturereignis ist das internationale Sommerfestival Ljubljana (Ljubljanski mednarodni poletni festival), das den ganzen Sommer über in Ljubljana abläuft.
Zahlreiche Burgen und Schlösser fügen sich malerisch in die landschaftliche Vielfalt Sloweniens ein. Viele Altstädte sind sehr gut erhalten. In der Architektur herrschen Gotik und Barock vor. Auch die meisten slowenischen Kirchen sind in diesen beiden Stilrichtungen gebaut. Das Naturerbe ist der wertvollste und vielleicht sogar größte Reichtum Sloweniens.
Gesetzliche Feiertage 1./2. Jan. 2002 Neujahr. 8. Febr. Preseren-Tag (Tag der Kultur). 29. März Karfreitag. 1. April Ostermontag. 27. April Tag des Widerstands. 1./2. Mai Tage der Arbeit. 20. Mai Pfingstsonntag. 25. Juni Nationalfeiertag. 15. Aug. Mariä Himmelfahrt. 31. Okt. Reformationstag. 1. Nov. Allerheiligen. 25. Dez. Weihnachten. 26. Dez. Unabhängigkeitstag. 1./2. Jan. 2003 Neujahr. 8. Febr. Preseren-Tag (Tag der Kultur). 18. April Karfreitag. 21. April Ostermontag. 27. April Tag des Widerstands. 1./2. Mai Tage der Arbeit. 9. Juni Pfingstsonntag. 25. Juni Nationalfeiertag. 15. Aug. Mariä Himmelfahrt. 31. Okt. Reformationstag. 1. Nov. Allerheiligen. 25. Dez. Weihnachten. 26. Dez. Unabhängigkeitstag.
Alle Angaben ohne Gewähr
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